„Bleibt gesund

— damit Ihr nochmal kommen könnt!“

Ehrenamtlicher Seniorenbesuchsdienst der Pfarrgemeinde

St. Maria Magdalena Wittlich-Lüxem und der Filiale St. Servatius

Flußbach erfreut sich großer Beliebtheit 

11.8.2017 | Es begann im Jahr 2014. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Senioren- teams und Mitglieder des Pfarrgemeinderates schmiedeten den Plan, ältere Mit- menschen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr zum Seniorennachmittag kommen können, hin und wieder zu Hause zu besuchen, damit der Kontakt zur Gemeinde nicht verloren geht und ein wenig Freude und Abwechslung in den Alltag gebracht wird. Überraschend schnell waren zahlreiche Ehrenamtliche gefunden, die sich in dieser Weise für ältere Menschen engagieren wollten. Mit Unterstützung durch den Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. konnte die Idee dann auch rasch in die Praxis umgesetzt werden. Seither besuchen die Lüxemer Helferinnen — im Rahmen ihrer zeitlichen Möglichkeiten — Seniorinnen und Senioren zu Hause, hören zu bei den kleinen und großen Sorgen, reden mit den Besuchten über „Gott und die Welt“, tauschen Erinnerungen aus und spielen auch mal „Mensch-ärgere-dich-nicht“ mit ihnen, wenn die Besuchten in Spiellaune sind. Mittlerweile ist dieses Angebot zur festen Institution in Lüxem und Flußbach geworden und bereichert das vielfältige Spektrum der Dinge, das für ältere Seniorinnen und Senioren in diesem Wittlicher Stadtteil, unabhängig von Herkunft und Konfession, offensteht. „Das Schöne daran ist, dass beide Seiten etwas davon haben, die Besucherinnen wie die Besuchten“, so Katharina Wieser, die eine der Ansprechpartnerinnen des Besuchs- dienstes ist. Sie und ihre Mitstreiterinnen erleben immer wieder, wie sehr sich die älteren Menschen über diese Begegnungen freuen. „Es macht einem selbst so viel Freude, wenn man sieht, mit wieviel Begeisterung aus der „guten alten Zeit“ erzählt wird. Gerade bei allein lebenden älteren Menschen ist es so wichtig, dass sie jemanden haben, der zuhören kann“, so das einstimmige Urteil aller im Besuchsdienst Mit- arbeitenden. Und auch das Teilhabenlassen am Gemeindeleben durch das Erzählen von „Neuem aus dem Dorf“ lässt bei den Älteren das schöne Gefühl entstehen, Teil der Dorfgemeinschaft zu sein. Was den Besuchsdienstmitarbeiterinnen auch so gut gefällt, ist das Vertrauensverhältnis, das sich im Laufe der Zeit zwischen beiden Seiten aufbaut. „Die Menschen wissen, dass wir alles Gesagte vertraulich behandeln und sich Tratsch für uns verbietet“, so die Helferinnen des Besuchsdienstes. Auch dies trägt sicher mit dazu bei, dass die Ehrenamtlichen am Ende ihres Besuches immer wieder mit Worten verabschiedet werden, wie „Schön, dass Ihr Zeit habt und vergesst uns nicht“ oder: „Bleibt gesund, damit Ihr wieder kommen könnt!“ Diese schönen Erfahrungen können auch weitere an einem sozial-caritativem Engagement Interessierte machen, denn das Besuchsdienstteam freut sich über Frauen und Männer jeden Alters, die das harmonisch arbeitende Team ergänzen: „Jeder, der diese schöne Aufgabe für sich entdecken will, ist bei uns herzlich willkommen. Wer unsere Besuchsdiensttätigkeit kennenlernen will, kann uns auf Wunsch einfach einmal unverbindlich begleiten und hineinschnuppern. Wie viel man tun möchte und wann, kann dabei jeder selbst für sich entscheiden, es gibt bei uns keine Vorgaben“, so Mattia Walther, die als Vertreterin des Pfarrgemeinderates mit dabei ist. Weitere Infos: Mattia Walther, Tel. 27920 Katharina Wieser, Tel. 7607 Irmgard Wenig, Tel. 2518