Spieler können sich sperren lassen

Fachstellen Spielsucht weisen auf ihr Hilfsangebot hin

27.9.2017 | Für Menschen, die vom Glücksspiel abhängig geworden sind, gibt es in der Region Trier drei Beratungsstellen, die Hilfe und Unterstützung bieten auf dem Weg aus der Sucht. Träger sind der Caritasverband Westeifel e.V. mit Anlaufstellen in Bitburg und Daun, die Suchtberatung „Die Tür“ in Trier sowie der Caritasverband Mosel-Eifel- Hunsrück e.V. mit der Geschäftsstelle in Wittlich.  Zu deren breitem Angebot gehört u.a. die Unterstützung bei der Selbstsperre für Spieler. Darauf weisen die Beratungs- stellen anlässlich des bundesweiten Aktionstages gegen Glücksspielsucht am 27. September hin. Seit 2012 ist es in Rheinland-Pfalz möglich, sich in Spielhallen sperren zu lassen. Ein Spielsüchtiger gerät meist früher oder später in finanzielle Not, da er viel Geld, oft sogar das gesamte Einkommen, in Automaten verspielt. In diesem Fall kann die Spieler- selbstsperre ein Schutz vor weiteren finanziellen Verlusten und eine Hilfe beim Weg aus der Sucht sein. Durch die erfolgte Sperre lässt meist der Spieldruck nach, was als sehr entlastend erlebt wird und dabei hilft, spielfrei zu leben. Zusammen mit anderen Maß- nahmen kann der Betroffene so die Basis dafür schaffen, sich mit seiner Spielsucht auseinanderzusetzen und weitere Hilfen anzunehmen. Damit ein Betroffener nicht noch einmal in die Spielhallen hineingehen muss, um sich sperren zu lassen, was oft zu Rückfällen führt, bieten die Beratungsstellen hier ihre Unterstützung an. Sie beraten den Betroffenen, ob in seinem Fall eine Sperre sinnvoll ist und hilfreich sein kann. Dann werden die Sperranträge an die einzelnen Betreiber erstellt und per Post versendet. Der Betroffene übernimmt lediglich das Porto für die Einschreiben. Das Landesglücksspielgesetz sieht eigentlich seit 2015 ein über- greifendes elektronisches Sperrsystem vor, das diese Einzelsperren überflüssig machen soll. Leider ist noch weiter offen, wann dieses Gesetz umgesetzt wird. Bis dahin erhalten die drei Fachstellen Spielsucht in der Region ihr Angebot aufrecht. Weitere Informationen unter www.spielersperre-jetzt.de sowie bei den Beratungsstellen: Caritasverband Westeifel e.V. | Bitburg Tel. 06561 9671-123 Suchtberatung „Die Tür“ | Trier Tel. 0651 17036-0 Caritasverband Mosel-Eifel-Hunsrück e.V. | Wittlich Tel. 06571 91 55-0